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Immobilie verkaufen während Corona

Die Coronapandemie hat Auswirkungen auf das öffentliche Leben, auch die Immobilienwelt ist davon betroffen. Welche Auswirkungen die Lockerungen der Einschränkungen auf den Immobilienverkauf haben sowie weitere Fragen und Antworten gibt es hier.

 

Wer seine Immobilie in Coronazeiten verkaufen möchte, kann angesichts von Verboten und Beschränkungen durchaus die Übersicht verlieren. Darf man seine Immobilie derzeit überhaupt anbieten, dürfen Interessenten empfangen werden und gibt es ein Berufsverbot für Notare? Ein Überblick, was es beim Immobilienverkauf derzeit zu beachten gibt.

 
 

FAQ – Immobilie verkaufen während Corona

Kann ich meine Immobilie verkaufen trotz Coronapandemie?
 
Immobilienpreise in der Coronapandemie: Wird ein Rückgang der Immobilienpreise erwartet?
 
Wie entwickelt sich die Nachfrage nach Immobilien während Corona?
 
Sind Inserate auf immowelt weiterhin möglich?
 
Darf ich mich mit Interessenten oder Maklern treffen?
 
Wie werden Besichtigungen durchgeführt?
 
Finden Notar-Termine statt?
 
 

Wer eine Immobilie verkaufen will während der Coronapandemie, kann sich an folgenden drei Schritten orientieren:

 
 

Schritt 1: Inserieren

Ist die Entscheidung gefallen, die eigene Immobilie zu veräußern, fängt nicht sofort die Suche nach einem passenden Interessenten an. Zuerst müssen grundlegende Fragen geklärt werden.

 
 

Immobilie verkaufen in Coronazeiten

Grundsätzlich gibt es keine Verbote oder Beschränkungen, die den Kauf beziehungsweise den Verkauf während der Coronakrise beschränken. Es kann trotz der Lockerungen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen aber weiterhin zu Verzögerungen kommen, beispielsweise bei Besichtigungen oder beim Gang zum Notar. Wer noch am Anfang des Hausverkaufs steht, muss womöglich noch weitere Dokumente zusammenzustellen. Dazu gehören neben dem Energieausweis auch der Grundriss, Fotos sowie der Gebäudeversicherungsschein.

 
 
 

Die Immobilienpreis-Entwicklung in der Coronakrise

Geht der Preis für Immobilien zurück? Experten waren sich zu Beginn der Pandemie uneins, die Statistiken sagen aber nein. Derzeit ist von einer leichten Steigung mit Tendenz zur Stagnation zu erkennen. Aber kein Rückgang. Das zeigt eine Untersuchung von immowelt, bei der die Median-Preise aus Februar und März verglichen wurden. Auch die aktuellen Angebotspreise für Eigentumswohnungen verharren in etwa auf dem Niveau vor Beginn der Krise: Der mittlere Quadratmeterpreis erhöhte sich nur minimal von 2.820 Euro im Februar um ein Prozent auf 2.850 Euro im März. Ein Preisrückgang ist auch in hochpreisigen Metropolen wie München und Hamburg nicht festzustellen.

 
 

Sind alle Dokumente zusammengesucht und ein Angebotspreis gefunden, kann die Immobilie inseriert werden.

 
 

Sind Inserate auf immowelt weiterhin möglich?

immowelt bleibt auch in der Krise ein starker Partner. Deswegen sind Inserate auch weiterhin uneingeschränkt möglich. Derzeit können Neukunden für null Euro eine Immobilie inserieren und hier wie üblich auf die Hilfe der Kundebetreuer bauen.

 
 

Wer seine Immobilie erfolgreich vermarkten will, sollte das Exposé so aussagekräftig wie möglich erstellen. Dazu gehören neben einem Grundriss und guten Bildern auch Formulierungen, die die Anzeige bei Suchmaschinen besser auffindbar machen.

 
 
LINK-TIPP

Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie das perfekte Inserat gestalten und was Sie beachten sollten, damit die Immobilienanzeige bei Google und Co. besser gefunden wird.

 

Schritt 2: Besichtigungen

Erreichen den Anbieter die ersten Kontaktanfragen kommt es zum zweiten großen Schritt: den Besichtigungen.

 
 

Können Besichtigungen durchgeführt werden?

Besichtigungen sind per se während der Coronapandemie nicht verboten. Mit den zunehmenden Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen und des Kontaktverbotes sind Wohnungsbesichtigungen auch unbeschränkt wieder möglich.

Auszuschließen sind jedoch weiterhin Massenveranstaltungen. Stattdessen sind Einzeltermine zu bevorzugen. Diese sollten im Idealfall einer vorherigen Online-Besichtigung über eine Video-App folgen. Hier sind Skype oder Zoom derzeit sehr beliebt, gleichermaßen können über die bekannten Messenger wie Whatsapp, Facebook oder Facetime Videotelefonate durchgeführt werden.

Ebenso könnte aber auch ein virtueller Rundgang als Download zur Verfügung gestellt werden. Das hat den Vorteil, dass man nicht jeden Interessenten erneut durch die Wohnung führen muss. Bekundet der Suchende danach weiterhin Interesse, kann dann die Einzelbesichtigung erfolgen.

 
 
 

Ansteckungen vermeiden

Während der Besichtigung gelten dieselben Hygienemaßnahmen, die auch für den Alltag vom Robert Koch-Institut empfohlen werden. Abstand halten, Händewaschen und Maske tragen können helfen, Personen nicht mit Sars-CoV-2 zu infizieren.

 
 
 

Kontakt mit Maklern

So ein Immobilienverkauf ist auch ohne Coronapandemie schon herausfordernd. Wer den Zeitaufwand scheut oder sich überfordert fühlt, kann sich einen Makler an seine Seite holen.

Dieser übernimmt für den Verkäufer grundlegende Aufgaben, angefangen vom Erstellen des Exposés bis hin zu Vermittlung zum Interessenten. Ihn zu treffen ist demnach ein wichtiger Grund. Solange Abstand und Hygieneregeln eingehalten werden, steht dem Treffen nichts entgegen.

Allerdings sollten die Treffen auf ein Minimum reduziert werden. Alles was telefonisch oder per Videotelefonie funktioniert, sollte auch auf diesem Weg abgeklärt werden.

 
 

3. Schritt: Verkaufen

Ist die Immobilie besichtigt und Verkäufer und Interessent sich über alle wichtigen Details einig, steht dem Eigentümerwechsel an sich nichts mehr im Weg. Der nächste Schritt ist der gemeinsame Gang zum Notar.

 
 

Notar-Termin erlaubt?

Wenn der Termin beim Notar ansteht, steht jedoch wieder die Frage im Raum, ob er überhaupt erlaubt ist. Da die notarielle Beurkundung unumgänglich ist – die physische Anwesenheit beim Hausverkauf ist sogar gesetzlich verankert – ergibt sich der triftige Grund und damit die Erlaubnis.

Doch kann gerade jetzt der Hausverkauf plötzlich ins Stocken geraten. Viele Notare lassen ihre Geschäfte derzeit ruhen und sind nur telefonisch erreichbar, weil sie Angst vor einer Ansteckung haben. Dasselbe gilt für Käufer, die den Weg zum Notar meiden. Deswegen hat immowelt und der Immobilienverband Deutschland (IVD) eine Petition auf den Weg gebracht mit dem Ziel, den digitalen Notarvertrag zu forcieren. So soll die physische Unterschrift vor Ort ersetzt werden können.

 

 

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